Brustimplantate -
Dr. Klöppel & Kollegen in München klären auf

Welche Arten von Brustimplantaten gibt es
und wie unterscheiden sich diese?

Brustimplantate gibt es in runder und anatomischer, Tröpfchen artiger Form. Sie unterscheiden sich noch in der Größe, der Füllung, der Außenwand und den Projektionstypen. Dabei stellt sich die Frage, soll es aufreizend sexy oder lieber natürlich schön sein?

Runde Brustimplantate
Eine runde Implantatform betont den oberen Teil der Brust, sodass Ihr Dekolleté aussieht, als ob Sie einen dezenten Push-Up BH tragen würden. Die Brust gewinnt in der oberen Hälfte an Volumen und wirkt besonders „sexy“. Einziger Nachteil ist, dass bei der nackten Brust mit großen Brustimplantaten oft ein leichter Ansatz des Brustimplantats zu erkennen sein kann.

Anatomische Brustimplantate
Diese sind wie ein Regentropfen geformt, sodass sich der Großteil des Volumens im unteren Teil befindet. So wirkt die Brust sehr natürlich, da sich das Implantat den körpereigenen Konturen anpasst. Für manche ist diese Form jedoch zu natürlich, besonders für den Kreis der jüngeren Patientinnen.

Brustimplantate | Silikonimplantate Rund- und Tropfenförmig

Was besagen die Projektionstypen von Brustimplantaten?

Neben der Form spielt auch der Projektionstyp des Brustimplantates eine Rolle, der sich maßgeblich auf die Kontur der Brust auswirkt.

Die Höhe der Projektionstypen wird in Zentimeter angegeben. Dabei gilt: je größer die Höhe, desto voluminöser wirkt nach der OP die Brust.
Welcher Projektionstyp der richtige ist, hängt von der Beschaffenheit der Brust und von Ihrem individuellen Ausgangstyp ab.

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Welche Materialien werden bei Brustimplantaten verwendet?

Die modernen Brustimplantate bestehen in den meisten Fällen aus einem hochwertigen, kohäsiven Silikongel. Dieses Material hat den Vorteil, dass es für eine stabile Form sorgt und auch bei einer Ruptur nicht ausläuft. Die Hülle besteht aus Silikon-Elastomeren und ist meist doppelwandig. So verringert sich das Risiko, dass es zu einer Beschädigung der Außenhülle kommt. Typisch ist eine mikroskopisch fein geraute Struktur (sog. Mikrotexturierung) an der Außenseite, welche die Gefahr für eine Kapselfibrose deutlich senkt. Nur sehr selten werden Implantate so wie früher noch mit Kochsalzlösung gefüllt.

Was besagen die Kohäsivitätsstufen von Implantaten?

Die Festigkeit des Silikongels wird mit der Kohäsivitätsstufe von 1 bis 3 angegeben. Handelt es sich um die Stufe 1, so ist die Füllung noch zähflüssig. Stufe 3 besagt, dass der Inhalt gänzlich formbeständig ist. Eine niedrige Kohäsivitätsstufe lässt Ihre Brust natürlicher wirken, während die höhere Stufe für eine feste, pralle Form sorgt.

Silikongel-gefüllte Brustimplantate
Alle Gelimplantate von Mentor verwenden Gel, das kohäsiv, sicher und ästhetisch ansprechend ist. Wir bieten drei Stufen an kohäsivem Gel-Füllmaterial an:

  • kohäsiv I : das weichste Gel
  • kohäsiv II : das etwas festere Gel
  • kohäsiv III : Mentor’s festestes Gel, dieses Gel ist in unseren anatomisch geformten Contour Profile® Gel Implantaten enthalten, um so die natürliche Form der Brust darzustellen.

Cohesive I™
Das standardmäßig in MENTOR® Implantaten eingesetzte Kohäsionsgel. Es ist das weichste Gel im Produktsortiment von Mentor und wird seit Jahren in den MemoryGel SILTEX Brustimplantaten Texture, Smooth Round Moderate Plus, High und Ultra High Profile eingesetzt.

Cohesive II™
Ein etwas festeres Gel für Patientinnen, die sich ein eher griffigeres Implantat wünschen. Dieses Gel wird in den MemoryGel SILTEX Brustimplantaten Texture, Round Moderate, Moderate Plus und High Profile eingesetzt.

Platzierungsmöglichkeiten der Brustimplantate

Welche Platzierungsmöglichkeiten der Brustimplantate gibt es?
Bei einer Brustvergrößerung gibt es vier Möglichkeiten, wie die Brustimplantate platziert werden können.

grafik implantate in brust

Über dem Brustmuskel
(subglandulär)

Eine Platzierung über dem Brustmuskel, auch als subglandulär bezeichnet, ist mit einem schnelleren Heilungsprozess verbunden. Das Implantat wird unter der Brustdrüse platziert, wobei diese Positionierung sich nur bei einem sehr starken Bindegewebe anbietet. Handelt es sich um ein schwaches Bindegewebe, so besteht die Gefahr, dass die Brüste irgendwann erschlaffen und absinken. Bei Frauen, die sehr muskulös sind und viel Sport treiben ist die subglanduläre Variante, also über dem Muskel, zu besprechen, aber nicht zwingend zu empfehlen. Allgemein kommt die subglanduläre Variante eher nur noch selten zur Anwendung, da sie viele Nachteile für die Patientin hat.

Teilweise unter dem Brustmuskel
(partiell submuskulär)

Das Brustimplantat lässt sich auch zur Hälfte unter dem Muskel und unter der Drüse platzieren. Der Vorteil dieser Variante ist, dass die Brustimplantate und besonders der Rand optimal bedeckt werden. So eignet sie sich für alle Frauen, besonders aber für sehr schlanke Frauen. Zudem passen sie sich den Bewegungen des Körpers an. Hier ist eine Durchtrennung des Brustmuskels während der OP erforderlich.

 

Komplett unter dem Brustmuskel (submuskulär)

Bei der submuskulären Variante erfolgt die Platzierung vollständig unter dem Brustmuskel. Diese Möglichkeit ist zwar etwas schmerzhafter als die anderen drei, dafür aber auch mit einem geringeren Risiko für eine Kapselfibrose verbunden. Das Brustimplantat erhält durch den Muskel Stabilität, was ein Absinken verhindert.

Unter der Brustmuskelfazie (subfaszial)

Eine andere Möglichkeit ist die Positionierung zwischen dem Brustmuskel und dessen Faszie. Dabei handelt es sich um die dünne Haut, welche den Muskel umgibt. Der Brustmuskel stabilisiert das Implantat, was gleichzeitig das Absinken der Brust eher verhindert. Diese Lage ist eine Zwischenstufe zwischen submuskulär und subglandulär. 

Dr. Markus Klöppel beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Implantate

Die Vor- und Nachteile der Platzierung über oder unter dem Brustmuskel sind eindeutig. Ganz allgemein kann man sagen, dass die handwerklich wertvollere Technik die Lage unter dem Brustmuskel ist. Die entscheidenden Vorteile für die Patientinnen sind, dass die Silikonimplantate besser durch körpereigenes Gewebe abgedeckt sind. Besonders im Dekolleté-Bereich und insbesondere bei sehr schlanken Patientinnen, die wenig Unterhautfettgewebe zur Abdeckung haben.

 

Weiterhin ist das Dekolleté in natürlicherer Weise geformt, da der Brustmuskel eine zusätzliche Begradigung der Übergänge der Implantatränder erzeugt. So sieht die Brust natürlicher und weiblicher aus. Ein weiterer Vorteil der Unterbrustmuskellage ist, dass zumindest tendenziell in wissenschaftlichen Studien die Kapselfibroserate unter dem Brustmuskel eher niedriger ist. Weiterhin dafür spricht, dass der Brustmuskel ähnlich eines inneren BHs die Brust und die Silikonimplantate eher am Platz hält.

 

Möglicher Nachteil der Unterbrustmuskellage ist der operativ größere Aufwand der Brustmuskellösung. Jedoch soll dieses nicht ausschlaggebend sein und in manchen Fällen gibt es eine gewisse Animation der Brust. Dies bedeutet, dass der Brustmuskel in Kontraktion bei Sport- oder Arbeitsbewegungen ein gewisses Heben der gesamten weiblichen Brust erzeugt. Dies wird manchmal als störend empfunden. Jedoch ganz allgemein überwiegen bei Weitem die übergroßen Vorteile der Unterbrustmuskellage bei der Brustvergrößerung. Diese Positionierung wird in unserer Praxis zu 99 Prozent durchgeführt.

Ja. Unter dem Brustmuskel ist das Implantat wesentlich besser in der Tiefe der Patientin „versteckt“. Die Implantatränder sind weniger oder kaum im Bereich des Brustmuskels zu ertasten. Die Brust fühlt sich weicher und, da mit körpereigenem Gewebe, natürlicher an.

 

Bei der Lage über dem Brustmuskel können Implantatränder besonders bei schlanken Patientinnen zu sehen und zudem tastbar sein. Insgesamt bevorzugen wir die Unterbrustmuskellage als die stabilere, natürlichere, schönere und ästhetisch vorteilhaftere Situation.

 

Es gibt verschiedene Verfahren, das Silikonimplantat unter einen Muskel zu legen. Das weitaus verbreitetste, gängigste und meist etablierte Verfahren ist die partielle Unterbrustmuskellage. Das bedeutet, das Implantat unter den Brustmuskel zu platzieren, der schräg von Schultern bis zum Brustbein und den oberen mittleren Rippen zieht. Dies hat eine Abdeckung des Implantates im oberen und inneren Teil der Brust zur Folge. Der äußere, untere Teil der Brustimplantate wird nicht durch Brustmuskeln, sondern durch die bestehende Brustdrüse bedeckt. Für die Position ganz unter dem Muskel muss man Teile der seitlichen Brustkorbmuskulatur und der oberen Bauchmuskulatur hinzuziehen, um das Implantat vollständig zu bedecken. Das bedeutet jedoch auch, dass ein Teil der Konturierung der Unterbrustfalte weniger akzentuiert sichtbar sein wird und die Brust eine weniger schöne, anatomische, geschwungene Form erhält. Die vollständige Unterbrustmuskellage von Brustimplantaten hat sich in der Brustvergrößerungschirurgie nicht durchgesetzt. Im Wesentlichen wird das Implantat partiell unter den Brustmuskel positioniert. Damit wird ein großer Teil der Vorteile erreicht.

Ganz allgemein kann man sagen, dass das Brustimplantat in der Unterbrustmuskellage etwas weniger voluminös wirkt. Aus dem vorteilhaften Grund, dass die Ränder weniger stark sichtbar sind. Das Implantat kann weniger sogenannte Projektion nach vorne, also Volumen, ausbilden. So wirkt das ästhetische, optische Erscheinungsbild der Brustimplantate unter dem Muskel wesentlich natürlicher und sanfter gerundet. Es werden circa 10 bis 20 Prozent mehr Volumen bei gleichem Erscheinungsbild verwendet, wenn das Implantat unter den Muskel kommt.

Was sind die Vorteile der Überbrustmuskellage?

Vordergründig sind schnellere, kürzere OP-Zeiten, in den ersten 2 bis 3 Tagen etwas weniger Schmerzen und die Patientinnen sind schneller wieder in ihrem sozialen Umfeld einsatzfähig. Jedoch sprechen wir von einer Implantatverweilzeit von eventuell 20 und mehr Jahren. Dann lohnt sich der Mehraufwand der Unterbrustmuskellage bei Weitem zum Vorteile für die Patientinnen.

Hängt meine Brust schneller, wenn das Brustimplantat über dem Brustmuskel platziert wird?

Ja, wenn das Brustimplantat über dem Brustmuskel platziert wird, so sind lediglich die Haut und die Brustdrüse selber für den Halt des Implantats zuständig, sodass die Haut sich eher ausdehnt und die Brust schneller hängt. Legen wir die Implantate unter den Brustmuskel, so wirkt der Brustmuskel wie ein innerer BH und hält Implantat und weibliche Ursprungsbrust eher am Platz und stützend zusammen.

Zugangswege von Implantaten

Silikonimplantate

Folgende Zugänge sind möglich:

Inframammärer Zugang 
der Zugang über die Unterbrustfalte

Der Inframammärschnitt ist die erste Technik der Brustvergrößerung vor über 50 Jahren, die in Westeuropa noch verbreitet ist. Die Schnittführung erfolgt in der Brustfalte und das Brustimplantat wird in die Brust eingebracht. Nach Abschluss der Heilungsphase verschwindet die Narbe nahezu unsichtbar in der Unterbrustfalte. Lediglich im Liegen ist es möglich, dass die feine, weiße Linie zu erkennen ist.

Axillärer Zugang
die endoskopische Form der Brust-OP

Diese Technik wird in asiatischen Ländern bereits bei 80-90 % der Brustvergrößerungen angewendet. Hierbei werden die Schnitte in der Achselhöhle, genauer gesagt in der Achselfalte gemacht. Dann erfolgt die Präparation der Implantattasche mittels endoskopischer Instrumente. Es handelt sich um eine minimal-invasive Technik, bei der die Brust selbst komplett narbenfrei bleibt.

Periareolärer Zugang
der OP-Zugang durch den Brustwarzenhof

Diese Technik wird überwiegend in der Gynäkologie verwendet. Bei dieser operativen Methode wird der Brustwarzenhof in der Form eines Halbmonds eingeschnitten. Allerdings lassen sich mit dieser Technik nur kleine Implantate in die Brust einbringen.

Dr. Markus Klöppel beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema Zugangswege von Brustimplantaten

Am schonendsten von allen Zugängen ist der axilläre, endoskopisch unterstützte Zugang. Aufgrund der natürlichen Beugefalte der Achselhöhle ist die Schnittführung hier bestmöglich versteckt, im haartragenden Bereich in eine der natürlichen Beugefalten der Achsel. Zudem ist die Haut in der Achselhöhle dünner als im Unterbrustbereich und verheilt somit besser. Durch die Verwendung von digitaler 3-Chip-Kameratechnologie und HD-Bildschirmdarstellung mit leistungsstarken Lichtquellen entstehen optimal endoskopische Bilder vom Innenleben der Implantattasche. Auf diese Weise können die Implantattaschen sehr präzise geformt werden. Nerven, Gewebe und Blutgefäße werden maximal geschont, sodass dieser Zugang eine präzise und hoch genaue Präparation ermöglicht. Ebenso lassen sich eine schonende Erzeugung der Implantattasche und ein genauso schonendes Einbringen der Implantate über den axillären Zugang realisieren.

 

Mit Hilfe des Keller Funnels geschieht dies sogar berührungsfrei zur umliegenden Haut. Ein alternativer Zugang ist der sogenannte Submammär-Schnitt. Der große Nachteil ist, dass die Brust einerseits eine sichtbare und auf eine Brustvergrößerung rückschließende Narbe erhält. Andererseits haben wir nur eine kleine Öffnung von 3,5-4 cm, sodass die Sicht hier wesentlich schlechter ist als mit Hilfe der endoskopischen Kamera und HD-Breitbildmonitoren. Die beiden Unterbrustnarben gelten als die berühmtesten Narben der Welt und lassen trotz aller Natürlichkeit direkt rückschließen, dass Silikonimplantate in der Brust sind. Die Erholungsphase ist über den axillären Zugang sehr schnell, da die neue Brust ohne jede Narben ist und keine Wundheilungsproblematik aufweist. Narben in der Achselhöhle heilen sehr schnell und gut, da sie in den natürlichen Beugefalten positioniert werden und damit eine sehr gute und sehr schnelle Wundheilung haben.

Letztlich hat die Technik der axillären, endoskopischen Brustvergrößerung kein Volumenlimit. Das eigentliche Volumenlimit wird durch die anatomischen Begebenheiten der Patientin erzeugt und natürlich gibt es ein medizinisch sinnvolles Größenlimit. Dieses liegt bei etwa maximal 600 bis 800 ml und wird im Einzelfall von der individuellen Größe und Erscheinung der Patientin abhängig gemacht. Allgemein sinnvoll ist es, ein proportioniertes und der Körperform und Größe angepasstes Implantatvolumen zu verwenden. Unser durchschnittlich verwendetes Implantatvolumen liegt bei 350 ml je Seite.

Nach der endoskopischen, axillären Variante ist man sehr schnell wieder arbeitstauglich. Die Wundheilung in der Achselhöhle ist außerordentlich schnell. Die Wunden heilen sehr gut und die Narben sind nach circa 6 Monaten so gut wie nicht mehr sichtbar. Insgesamt hängen die Schnelligkeit und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sehr von der individuellen Größe der Silikonimplantate und dem Ausmaß der Brustvergrößerung ab. Dies wird aber von Fall zu Fall sehr unterschiedlich erlebt.

Welche Implantate verwendet Dr. Klöppel bei einer Brustvergrößerung?

Es werden ausschließlich qualitativ hochwertige Implantate von MENTOR eingesetzt, einem der führenden Hersteller für Brustimplantate. MENTOR besteht seit dem Jahre 1969 und hat sich einen Namen im ästhetisch-medizinischen Markt gemacht. Hinzu kommen die jahrzehntelange Erfahrung und eine durchweg hohe Qualität bei den Produkten.

Typisch für Brustimplantate ist die spezielle Mikrotexturierung, die keine Poren oder andere Unebenheiten aufweist. So ist das Risiko für eine Kapselfibrose noch geringer als bei Produkten von anderen Herstellern.

Im Inneren bestehen die MENTOR-Implantate aus Kohäsivgel, unterteilt in verschiedene Stufen. So ergibt sich eine natürliche Form, die sich optimal den gegebenen Konturen der Brust anpasst.

MENTOR bietet eine lebenslange beidseitige Umtauschgarantie, sollte es beispielsweise zu einer Beschädigung der Hülle oder zu einer Kapselfibrose kommen. Zudem gewährt Mentor 1.000 Euro Zuschuss in den ersten 10 Jahren.

Diverse Fragen zu einer Brustvergrößerung mit Brustimplantaten

Brustimplantate sind strengen Kontrollen unterworfen, da als Hochrisikomedizinprodukt der Klasse 3 gelten. So verfügen hochwertige, einwandfreie Silikonimplantate über eine CE-Zertifizierung und optimalerweise noch über eine FDA-Zulassung, was für Sie bedeutet, dass die Produkte regelmäßig strenge Sicherheitstests durchlaufen.

Die Kosten teilen sich auf in die Bereiche Operation, Silikonimplantate, Narkose oder Betäubung, medizinischer BH und stationärer Aufenthalt. Sie erhalten einen individuellen Kostenplan von Dr. Klöppel im Rahmen des ersten Beratungsgesprächs.

Moderne Silikonimplantate verfügen über eine stabile, doppelwandige Außenhülle. Diese ist sehr robust und kann den unterschiedlichen Druckwechsel in der Brust problemlos standhalten. So sind Unternehmungen aller Art möglich, auch Tauchen oder Fliegen. Sollte es dennoch zu einem Riss in der Hülle kommen, läuft das Silikongel nicht aus. Dies ist der zähflüssigen bis formstabilen Konsistenz zu verdanken.

Nein, ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs gibt es nicht. Allerdings haben neueste Studien gezeigt, dass es in sehr seltenen Fällen beim Einsatz von rauen, sog. makrotexturierten Implantaten zur Bildung eines Brustimplantat-assoziierten Lymphoms kommen kann. Dabei handelt es sich aber nicht um Brustkrebs an sich. Das BIA-ALCL, wie es abgekürzt genannt wird, ist eine Unterart des T-Zell-Lymphoms. Generell besteht das Risiko bei allen Frauen, die Implantate in der Brust haben, ein Brustimplantat-assoziiertes Lymphom zu entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber verschwindend gering und tritt bei weniger als 1 von 100.000 Frauen auf. Insgesamt werden weltweit ca. 1,4 Millionen Frauen pro Jahr die Brüste mit Silikonimplantaten vergrößert.

Weitere Informationen finden Sie hier: Rückruf-Brustimplantate

Die Brustvergrößerung selber ist nicht schmerzhaft, da Sie während des Eingriffs unter Vollnarkose stehen und die Brust lokal betäubt ist. Nach der OP können Schmerzen auftreten, die eventuell an einen starken Muskelkater im Brustbereich erinnern. Andere Patientinnen haben von nur leichten Spannungsschmerzen berichtet. Dies hängt immer individuell vom eigenen Schmerzempfinden ab.

Ja, Sie können nach Abheilung von ca. 6 Wochen ohne Bedenken allen Hobbys nachgehen. Dies gilt beispielsweise auch für Fallschirmspringen oder Bungee Jumping.

Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen kann es zu Durchblutungsstörungen im Bereich der Brustwarze kommen. Das Risiko bei der perioareolären Brustvergrößerung ist Sensibilitätsminderung oder der Verlust der Stillfähigkeit. In den ersten Monaten nach der Brust-OP sind Ihre Brustwarzen sehr empfindlich und es kann vorübergehend zu Sensibilitätsstörungen kommen.

In diesem Pass sind relevante Informationen zum eingesetzten Implantat enthalten. So ist unter anderem Ihr Name vermerkt sowie Art, Typ und Seriennummer des Brustimplantats und der jeweilige Hersteller. Seit dem 1. Oktober 2015 sind Ärzte dazu verpflichtet, einen solchen Implantatpass auszustellen.

Zwischen der gewählten Implantatform und -größe sowie der bestehenden weiblichen Brust in der Ausgangslage vor der Operation gibt es eine Wechselwirkung. Einerseits formt das gewählte Implantat in der Form und Größe die neu entstehende Brust. Andererseits hat auch jede weibliche Brust ihre eigene, sogenannte Ur-Form. Das bedeutet ein Verhältnis von Basis zu Volumen, zu Hautmantel, zu Form, sodass die bestehende Brust in ihrem Grundcharakter mitbeeinflussend ist für das Endergebnis. Zur bestmöglichen Gestaltung des Resultates ist daher ein erfahrener plastischer Chirurg/Chirurgin notwendig, welche/r die Patientin dahingehend beraten kann, welches Implantat in Form, Größe und in Position auf dem Brustkorb am besten geeignet ist für ein bestmögliches Resultat.

Ein erfahrener  Plastischer Chirurg sollte der Patientin eine Vielzahl von individuell prognostizierten Vorher-/Nachher-Ergebnissen zeigen können. Mithilfe einer großen Bilddatenbank aus eigenen Ergebnissen kann der Chirurg der Patientin ein ungefähres, zukünftiges Ergebnis der eigenen Brust zeigen.

Die 3D-Computeranimationsbilder haben eine sehr ausdrucksvolle bildgebende Kraft. Jedoch garantieren diese Bilder keineswegs eine gleichwertige Erscheinung, wie sie sich postoperativ in der Realität zeigt.

Wie lange halten Brustimplantate? Müssen diese nach einiger Zeit ausgetauscht werden?

Generell sind moderne Brustimplantate sehr lange haltbar und können unter Umständen mehrere Jahrzehnte im Körper bleiben. Voraussetzung ist natürlich immer, dass es zu keinen Beschwerden oder Komplikationen im Zusammenhang mit den Brustimplantaten kommt.

Bei früheren Varianten galt noch der Leitspruch: Spätestens nach 10 Jahren sollte ein Implantatwechsel erfolgen. Dies ist nicht mehr der Fall. Allerdings besteht immer noch ein gewisses Risiko, dass sich eine Kapselfibrose entwickelt. Dabei bildet sich eine verhärtete Hülle aus Bindegewebe rund um das Implantat, was in etwa bei 3 bis 6 Prozent der Brustvergrößerungen auftritt. Wann sich eine Kapselfibrose zeigt, ist unterschiedlich. So kann die Verhärtung direkt nach der OP oder auch erst nach 10 oder 20 Jahren auftreten.

Kann ich auch mit Brustimplantaten weiterhin Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen durchführen lassen?

Ja, ein Mammographie-Screening ist auch bei Brustimplantaten möglich. Sie sollten allerdings darauf hinweisen, dass Sie Brustimplantate in der Brust haben. So kann die passende Untersuchungstechnik bei der Vorsorge gewählt werden.

Wie wird für mich die richtige Implantatgröße berechnet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die richtige Brustimplantatgröße zu berechnen. Insgesamt benötigt es viel Erfahrung und ästhetisches Gespür, um die wirklichen Wünsche der Patientin durch geeignete Implantate in Form und Größe umzusetzen. Eine Möglichkeit, die wir besonders bevorzugen, stellen die sogenannten „external sizer“ dar, also Silikonimplantate in verschiedenen Größen und Formen, die wir bei der Patientin in ein sogenanntes Sport-Bustier einlegen. In Zusammenhang mit einem darüber gezogenen T-Shirt modellieren wir so eine künftige Größe der neuen, entstehenden Brust. Und die Patientin kann sich selbst am Spiegel dreidimensional genauestens betrachten. Über wechselnde Größen, die wir in dieses Bustier einlegen, gestalten wir verschiedene Erscheinungsformen und Größen der Brust.

Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte 3D-Computeranimation. Hier werden der Patientin mittels Originalfotos per Computer verschiedene Implantatgrößen in 3D-Form simuliert. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie sehr anschaulich ein kommendes Ergebnis bildlich darstellt. Der Nachteil ist jedoch, dass in dieser 3D-Simulation wichtige Merkmale, wie Festigkeit der Haut, Drüsenanteil der Brust sowie Muskeldicke des bedeckten Brustmuskels nicht einfließen und alle diese Bilder keinesfalls sicher verlässliche, zukünftige Ergebnisse darstellen können.

Ein ganz wichtiges Merkmal in der Größenbestimmung des Brustimplantats ist natürlich das ausführliche Gespräch mit der Patientin über Wünsche und Gestaltung der zukünftigen Brust. Dazu ist es entscheidend, die Patientenwünsche zu erfassen und natürlich anschließend diese technisch genauestens umsetzen zu können.

Wie lange werden schon Implantate zur Brustvergrößerung verwendet?

Brustvergrößerungen werden schon seit mehr als einem Jahrhundert durchgeführt. In der Anfangszeit der plastischen Chirurgie wurden allerdings noch andere Materialien als Implantat verwendet. Dazu zählten etwa Rinderknorpel, Wolle oder auch Elfenbein. Im Laufe der Jahre wurden Brüste dann teils mit Paraffin oder Bienenwachs vergrößert – mit eher mittelmäßigem Erfolg. Die Komplikationen und Folgeschäden waren teilweise erheblich.

Im Jahre 1962 wurden dann das erste Mal Silikonimplantate bei einer Brustvergrößerung eingesetzt. Einige Jahrzehnte später kam es zu einer Klagewelle in den USA. Die Klägerinnen gaben an, dass die teils dünnwandigen Silikone zu gesundheitlichen Problemen führen würden. Folglich kam es dazu, dass Brustvergrößerungen mit Silikonimplantaten in den USA nicht mehr durchgeführt werden durften. Nur rekonstruktive OPs, etwa nach einer Brustkrebserkrankung, waren noch erlaubt. Im Jahr 2006 erfolgte dann wieder die Freigabe der Silikonimplantate, nach umfassenden Studien und Testreihen.

In Europa bestand nie ein Verbot. Allerdings wurden teils Implantate mit anderen Füllmaterialien eingesetzt, wie etwa Hydrogel oder Sojaöl. Diese führten teils zu gravierenden Komplikationen. Heute werden fast ausnahmslos Implantate mit dickflüssig-vernetztem Silikongel, ähnlich eines Gummibärchens und einer rauen Oberfläche verwendet.

Wie strapazierfähig sind Brustimplantate aus Silikon?

Wichtig ist, dass ausschließlich zugelassene Silikonimplantate von renommierten Herstellern eingesetzt werden. Empfehlenswert sind Implantate, die das FDA-Siegel tragen. Dieses stammt von der amerikanischen Food & Drug Administration und ist an sehr strenge Richtlinien geknüpft.

Früher war es üblich, die Implantathülle sehr dünn zu halten. So sollten sich die Silikonimplantate so echt und natürlich wie möglich anfühlen. Allerdings kam es dadurch in Einzelfällen dazu, dass Brustimplantate platzten.

Heutzutage sind Implantate mit einem speziellen auslaufsicheren, kohäsiv-vernetzten Gel gefüllt, sodass Sie bedenkenlos allen Tätigkeiten nachgehen können. Dazu gehören Tauchgänge, Flugreisen und sogar Fallschirmsprünge. Das Silikongel im Inneren erinnert von der Konsistenz her an ein weiches Gummibärchen. Sollte die Hülle einen Riss bekommen, ist ein Auslaufen nahezu ausgeschlossen.

Gibt es gesundheitsgefährdende Brustimplantate?

Brustimplantate mit Silikon müssen die Richtlinien des deutschen Medizinproduktgesetzes erfüllen. In den USA regelt die Gesundheitsbehörde (FDA) die Zulassung der Produkte, wobei mitunter die Auflagen noch strenger als in Deutschland sind. Sollte es sich also um ein Silikonimplantat mit FDA-Siegel handeln, so sind höchste Standards eingehalten worden. So ist es empfehlenswert, Implantate von Premiumherstellern mit FDA-Zulassung und europäischer CE-Zertifizierung zu wählen.